Malerei beginnt dort, wo Worte enden. Damit wäre eigentlich jeder weitere Satz hinfällig,
uneigentlich mache ich es Ihnen aber nicht so leicht. Die Werke von Pat Portenier haben
mich von Beginn weg fasziniert, noch bevor sich eine tiefe und bereichernde Freundschaft
entwickeln durfte. In seinen Bildern sehe ich eine verblüffende Symmetrie, aus der ich
schliesse, dass Pat Portenier seine Mitte gefunden haben muss. Vielleicht gerade durch
sein Schaffen. Seine Werke nehmen mich mit auf eine Reise. Eine Reise in meine
Phantasien. Was auf andere bedrohlich wirken mag, löst in mir Ruhe und Gelassenheit
aus. Keine Figuren, die mich schaudern lassen. Dunkel und Düster scheinen mir nicht nur
schlecht, Hell und Bunt nicht nur gut. Bei den Bildern von Pat Portenier kann sich die
Reiseroute bei jeder Betrachtung verändern, je nach Situation – ich muss die Gefühle
einfach zulassen. Pat Porteniers Bilder sind sinnlich, fordernd, reflektierend, mystisch,
interessant, spannend, anregend, inspirierend, ja befreiend. Die Werke aktivieren Bereiche
meiner Seele und meines Geistes, zu denen der Zugang sonst verschlossen bliebe. Wenn
sich mein Lebenspendel auch am richtigen Ort einmitten soll, muss ich es in möglichst
vielen meiner Facetten ausschlagen lassen. Es wird uns gelehrt und immer wieder
eingetrichtert, dass Schwarz bedrohlich ist, die Nacht unheimlich, dunkle Räume Angst
auslösen und das Böse im Dunkeln geschieht. Eine Einschränkung der Wahrnehmung?
Ist es für Sie denn auch so? Und wenn ja, weshalb, aus Erfahrung oder aus Überlieferung?

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile...

2016

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Pat Portenier